stop-waste 20.01.2020

Schluss mit dem Müllwahnsinn in deutschen Supermärkten und Discountern

„Das Leben ist ein unendliches Glück, auf diesen einmalig schönen Planeten mit all seinen Wundern der Natur und einer unendlichen Artenvielfalt. Die Erde besitzt viele Selbstheilungskräfte, doch leidet sie zunehmend an der Verschwenderkrankheit des Menschen.“ B.Rohne

Es gibt keinen guten Müll. Müll schadet immer 2-mal unserer Umwelt. Bei der Herstellung und bei der Entsorgung.

Viele Verpackungen haben weder Nutzen noch einen Sinn.

Aufgeblähte Doppelt- und Dreifachverpackungen aus Aluminium oder Kunststoffen sind eine völlig unnötige Belastung für unsere Umwelt.

Transportwege für Verpackungsmaterialien über die Meere und Straßen belasten unser Ökosystem global! Zwei mal!

Müllverbrennung setzt Giftstoffe und Co2 frei. Auch beim Recyceln von Plastik wird viel Energie und Wasser verbraucht, um überhaupt eine Chance auf ein äquivalentes Produkt zu erhalten. Die Ausbeute ist gering.

Utopia beschreibt den äußerst giftigen Prozess der Aluminiumgewinnung. Ur- und Regenwald werden abgeholzt. Vier Tonnen hochgiftiger Rotschlamm entstehen bei der Herstellung von nur einer Tonne Aluminium!

Pflanzen, Tiere und Menschen leiden an den Folgen von Raubbau, der Verschmutzung und Ressourcenzerstörung.

Die natürliche Zersetzungsdauer eines Joghurtbechers beträgt mindestens 50 Jahre.

Der Verpackungsmüllverbrauch in Deutschland nimmt an Intensität jährlich zu.

Daran ändert auch die 1991eingeführteVerpackungsverordnung /Verpackungsgesetz nichts, an welchem jährlich gefeilt wird.

Laut Umweltbundesamt stiegen die Mengen an Verpackungsmüll in Deutschland im Jahr 2017 auf ein Rekordhoch von 18,7 Millionen Tonnen. Dieser Wahnsinn entspricht einem pro Kopf Verbrauch von 226,5 Kilogramm pro Person (drei Prozent mehr als im Vorjahr). Der oft einzigste Grund dafür ist die Gewinnmaximierung für Hersteller.

Trotzdem wurden 2018  in Deutschland deutlich mehr Plastikverpackungen hergestellt als im Vorjahr (4,5 Mio. Tonnen Kunststoffverpackungen mehr (2017= 14 Mio.Tonnen). Deutschland ist im EU-Vergleich Spitzenreiter im „Verpackungsmüllverbrauch“.

Spiegel befragte den Abfallexperte Hennig Wilts am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Dieser berechnet die tatsächliche Recyclingquote von Plastik gerade einmal auf 5,6 Prozent!

Diese Unmengen an unnötigen Verpackungen lassen sich nicht biologisch abbauen.

2017 flossen allein aus Deutschland noch 340 000 Tonnen  Kunststoff – Müll nach China.

China als größter Abnehmer für Altverpackungen verhängte 2018 einen Importstopp für „schmutzige“ Altkunststoffe. Nun exportieren europäische Staaten ihren Müll  unter dem Deckmantel von ‚Recycling‘ und ‚Wiedergewinnung‘ fleißig in  weniger finanzkräftige Länder wie Malaysia, Vietnam oder Indonesien. Der Lebensraum wird zur Giftzone für Mensch und Natur.

Dabei endet ein großer Teil der importierten Abfälle auf Deponien oder er wird illegal verbrannt auf Kosten „der Ärmsten“.

Dies zeigt, dass wir auf einem stetig wachsenden riesigen globalen Umweltproblem mit nicht absehbaren Konsequenzen sitzen. Die globale ökologische Verseuchung unserer Meere, Böden und unserer Luft muss ein sofortiges Ende haben.

Im Supermarkt sind 63 Prozent des Obstes und Gemüses in Plastik und Pappe verpackt. Aber nicht die verpackten Produkte verlangen vom Verbraucher höhere Kosten, nein für unverpacktes Obst und Gemüse bezahlt der Verbraucher bis zu 100% mehr. Bioprodukte in Plastik?

Für Getränke, welche in wiederverwertbaren Glas oder PET angeboten werden, bezahlen die Verbraucher bis zu 100% Aufschlag.

Eine ökologisch ökonomische Schieflage!

Die logische Konsequenz für viele Verbraucher besteht darin, dass billigere und unökologischere Produkt zu erwerben.

Eine Frage der wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Menschen!

Es darf nicht sein, dass unverpackte Produkte und  Erzeugnisse in umweltfreundlichen wiederverwendbaren Behältern oder Mehrwegpfandflachen  den Verbraucher mehr kosten als ähnliche Produkte in Einwegverpackungen!

Umweltschutz darf nicht auf den wirtschaftlichen Verhältnissen der Bevölkerung basieren!

Aufklärung und Gesetze für den Umweltschutz müssen wesentlicher, ganzheitlicher und ökologischer Bestandteil unseres Lebens werden.

Alle Produktverpackungen in Supermärkten müssen Mehrweg oder zu 100 Prozent recycelbar sein so das keinerlei Müll entsteht!

Wir fordern von der Bundesregierung eine Gesetzgebung, welche den Verpackungswahn beendet sowie eine damit verbundene sinnvolle Umstrukturierung des Vorrangs regionaler Produkte in den Supermärkten!

Regionale Produkte schaffen Arbeitskräfte innerhalb einer Region, verkürzen die Transportwege und schonen so die Umwelt. Regionale Produkte schaffen Vertrauen zwischen Erzeuger und Kunden.

Gerade erklärte der neue EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius in einem Interview der Welt „Ein wichtiger Schritt wäre beispielsweise Verpackungen aus Plastik zu verbieten oder die Verwendung von Recycling-Plastik vorzuschreiben.“

Das große Ziel ist es Verpackungsmüllberge aus deutschen Supermärkten und Discountern zu verbannen. Lasst uns gemeinsam aktiv werden, dass diese Worte nicht ins Leere verhallen. 

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