Kommentar zum Antwortschreiben durch das BMU

Auszug S.1:

„Der Entwurf sieht unter anderem vor, die Pfandpflicht für bestimmte Einweggetränkeverpackungen auf sämtliche Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff und auf sämtliche Getränkedosen zu erweitern. Diese Erweiterung der bestehenden Einwegpfandpflicht ist ein wichtiger Schritt, um für alle Einwegflaschen aus Kunststoff zu einem geschlossenen Stoffkreislauf zu gelangen.“

Weiter heißt es S.3:

„Vermeidung steht an erster Stelle der abfallwirtschaftlichen Hierarchie der europäischen Abfallrahmenrichtlinie und des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes“

Das Bundesumweltministerium verweist auf den 5-Punkte-Plan für weniger Plastik und die europäische Richtlinie2019/904/ Artikel 5 und 14.

Es ist nur ein Schritt in die richtige Richtung.

Dennoch muss hier dringend nachgearbeitet werden. Wenn die Vermeidung in der abfallwirtschaftlichen Hierarchie an erster Stelle steht, müssen Hersteller auch zum Vermeiden unnützer Einwegverpackungen über Steuer und Umweltboni in Haftung genommen werden!

Deutschland ist europäisches Spitzenreiterland bei Verpackungsmüllerzeugung.

Um mehr als zehn Prozent stieg der Verpackungsabfall in deutschen Haushalten während der Coronapandemie an.

Lösungen kennen wir aus der Vergangenheit vor Kunststoff. Es braucht Aufklärung und Umdenkprozesse. Kein Wirtschaftswachstum mehr, aber Fortschritt. Nachhaltige und qualitativ hochwertige, langlebige Produkte. Umgestaltung von menschlichen Arbeits- und Gewinnmaximierungsprozessen hin zu Gleichnis, Nachhaltigkeit, Solidarität und Entspannung.

Die Handlungsaufforderung an das Bundesumweltministerium zur Thematik Verbrauchertäuschung durch Industrie und Handel, in Form von Greenwashing, wurde nicht beantwortet.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

Bert Rohne                                             

 

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